Vorbeugende Maßnahmen

Um Mundfäule und Aphten gar nicht erst entstehen zu lassen oder einem erneuten Ausbruch entgegen zu wirken, kann es von Vorteil sein vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Dabei gibt es viele verschiedene Ansatzpunkte um das Problem anzugehen. Was für den einen die beste Lösung ist, muss bei dem anderen nicht zwangsläufig auch funktionieren, da jeder Körper verschieden auf unterschiedliche Wirkstoffe reagiert. Deshalb sollten verschiedene Methoden ausprobiert werden, sofern sich bei einer nicht die gewünschte Wirkung einstellt.

Zur Vorbeugung gibt es drei verschiedene Ansätze: Die Verbesserung der Mundgesundheit und Widerstandskraft durch Anwendung von speziellen Zahncremes, Mundspülungen oder naturheilkundlichen Verfahren wie z.B. Ölziehen; den Ausgleich eines Mangels an Vitaminen oder anderen Mikronährstoffen, der zu einer Schwächung der Mundschleimhaut oder der Immunabwehr führt und den Ausbruch von Entzündungen im Mund begünstigt; und die Stärkung des Immunsystems im Allgemeinen.

Im Folgenden werden verschiedene Verfahren und Wirkstoffe vorgestellt, die einer Erkrankung mit Mundfäule oder Aphten im Vorfeld entgegenwirken oder den Verlauf zumindest abschwächen können.

 

Mundpflege

Spezielle Zahncremes

Zahnbürste mit ZahncremeEine gute Mundhygiene ist schon bei gesunden Menschen von großer Bedeutung und bei Personen, die unter Mundfäule oder Aphten leiden, um so wichtiger. Vor allem eine gesunde und widerstandsfähige Mundschleimhaut ist gerade bei wiederkehrenden Entzündungen ein nicht zu unterschätzender Faktor. Für ihre Stärkung gibt es verschiedene, speziell für diese Aufgabe entwickelte Zahncremes. Eine teure aber sehr wirkungsvolle Variante ist Sinaftin, das von vielen erfolgreich gegen Aphten eingesetzt wird. Es enthält neben pflegenden Wirkstoffen wie Orangenöl auch antibakteriell wirkende Komponenten. Daher kann mit dieser Paste auch bakteriellen Infektionen vorgebeugt werden. Eine günstige Alternative ist die Weleda Sole Zahncreme auf Basis von Mehrsalz, die trotz anderer Inhaltsstoffe eine ähnliche Wirkung auf Mund und Schleimhaut entfaltet wie Sinaftin. Obwohl sie kein Fluor enthält waren praktisch alle Nutzer von ihrer reinigenden Wirkung überzeugt.

 

Ölziehen

Das Ölziehen hat eine sehr lange Tradition und wurde wohl schon vor Jahrtausenden im Rahmen der alten indischen Heilslehre Ayurveda verwendet. Es wirkt sich nicht nur positiv auf die Mundgesundheit, sondern auch auf viele andere Krankheiten aus, da es eine entgiftende Wirkung auf den ganzen Körper hat. Die Anwendung ist denkbar einfach, allerdings etwas Sonnenblumenölzeitaufwändig und sollte morgens nach dem Aufstehen durchgeführt werden. Sie nehmen dazu einen Esslöffel hochwertiges Sonnenblumen-, Sesam- oder Kokosöl in den Mund und spülen damit 15 bis 20 Minuten. Dabei sollte das Öl im gesamten Mundraum und zwischen den Zähnen hin und her bewegt werden. Es ist wichtig darauf zu achten, dass Sie nichts verschlucken, um die herausgelösten Giftstoffe nicht in den Körper gelangen zu lassen. Legen Sie kurze Pausen ein, damit die Flüssigkeit auch in die Zahntaschen eindringen und dort ihre antibakterielle und pflegende Wirkung entfalten kann. Anschließend wird das Öl einfach ausgespuckt und der Mund mehrmals mit warmem Wasser ausgespült. Erst jetzt sollte das morgendliche Zähneputzen folgen.

 

Mundspülungen

Eine zeitsparende Alternative zum Ölziehen, um die Widerstandskraft des Mund- und Rachenraumes zu erhöhen, ist die Anwendung einer selbst hergestellten Mundspülung. Bewährt hat sich eine Kombination aus Teebaum- Pfefferminz- und Krauseminzöl. Dafür benötigen Sie die folgenden Zutaten:

50 ml          Teebaumöl

20 ml          Pfefferminzöl

5 ml            Krauseminzöl

3 ml            LV41 Lösungsmittel

Von der hergestellten Lösung geben Sie nach jedem Zähneputzen wenige Tropfen in ein Glas Wasser und spülen damit gründlich. Achten Sie auch hier darauf, die Flüssigkeit nicht zu verschlucken.

 

Ausgleich eines Nährstoffmangels

Vitamin B12

Wie bereits erwähnt begünstigt der Mangel an verschiedenen Nährstoffen die Entstehung von Aphten, aber kann sich auch negativ auf den Verlauf der Mundfäule auswirken. Zu den für die Mundgesundheit relevanten Stoffen gehört Vitamin B12. Die Einnahme kann die Häufigkeit und Schwere von auftretenden Entzündungen im Mund verringern. Neben reinen Vitamin B12 Präparatenreinen Vitamin B12 Präparaten gibt es eine Vielzahl von Kombinationen mit anderen B-Vitaminen. Weil auch Folsäure für eine funktionierende Mundflora essentiell ist und ein Mangel ebenfalls die Mundgesundheit beeinträchtigt, hat sich der Vitamin B Komplex von Vihado bewährt, der neben einer Mischung aus B1, B3, B6, und B12 Folsäure (B9) enthält.

 

Folsäure

Brokkoli enthält FolsäureFolsäure (Vitamin B9) ist nicht nur in der Schwangerschaft für die Entwicklung des Kindes wichtig, sondern auch für eine gesunde Mundschleimhaut. Ein Mangel kann Entzündungen begünstigen und die Abheilung von Geschwüren verlangsamen. Enthalten ist sie in hoher Konzentration in den Blättern von grünem Gemüse wie Blattspinat, Brokkoli und Wirsing, aber auch in Spargel, roter Beete oder Leber. Kann der Bedarf nicht über die normale Nahrung gedeckt werden empfiehlt sich die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Neben Präparaten mit Folsäure als einzigem Wirkstoff gibt es Kombinationen, die zusätzlich verschiedene weitere B-Vitamine enthalten, wie das Präparat von Vihado, dass zusätzlich B1, B3, B6 und B12 enthält. Eine ausreichende Versorgung an Vitamin B12 ist, wie oben erwähnt, ebenfalls für die Mundgesundheit notwendig.

 

Eisen

Auch zu wenig Eisen kann Erkrankungen im Mundraum begünstigen und sich sogar negativ auf das gesamte Immunsystem auswirken. Eisen wird vor allem in der Leber gespeichert, weshalb durch Verzehr von Tierleber große Mengen aufgenommen werden können. Vor allemPfifferlinge enthalten Eisen Schweineleber besitzt einen extrem hohen Eisengehalt. Weil regelmäßiges Essen von Leber, in der sich viele Giftstoffe ansammeln, nicht unbedingt gesund ist kann auf pflanzliche Quellen zurückgegriffen werden. Diese enthalten zwar etwas weniger Eisen, sind aber auf Dauer gesünder. Zu dem Gemüse mit besonders viel des wertvollen Minerals gehören neben Pfifferlingen Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Erbsen. Spinat hat ebenfalls einen relativ hohen Eisengehalt, beinhaltet allerdings auch Oxalsäure, die die Aufnahme beeinträchtigt. Um einen Effekt zu erzielen, muss die Eisenzufuhr kontinuierlich hoch sein und zeigt erst nach einiger Zeit ihre Wirkung. In akuten Fällen kann deshalb eine Einnahme von eisenhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein. Die Präparate sind in Saftform oder als Kapseln erhältlich. Dabei ist darauf zu achten, dass der Wirkstoff Eisen(II)gluconat enthalten ist, da dieser am besten vom Körper aufgenommen werden kann.

 

Stärkung des Immunsystems

Vitamin C + Zink

Neben einer Stärkung der Mundflora und dem Ausgleich von möglicher Mangelernährung kann ein starkes Immunsystem Aphten entgegenwirken und den Verlauf der Mundfäule Zitrusfrüchte haben einen hohen Vitamin C Gehaltabschwächen. Zwei für die allgemeine Stimulation des Immunsystems weit verbreitete und anerkannte Wirkstoffe sind Vitamin C und Zink. Vitamin C wirkt protektiv und regenerativ auf die Zellen und ist vor allem in Zitrusfrüchten enthalten, sowie in manchem grünen Gemüse wie Grünkohl, Spinat und Brokkoli. Zink unterstützt die Immunzellen in ihrer Funktion, man findet es in den verschiedensten Nahrungsmitteln. Gute Lieferanten sind z.B. Nüsse, Garnelen, Mais oder Rinderfilet. Reicht die Zufuhr der beiden Stoffe während einer Krankheit nicht aus, können diese zusätzlich eingenommen werden. Dazu eignen sich Kombipräparate wie Vitamin C plus Zink Langzeitkapseln, die Vitamin C und Zink in einem geeigneten Verhältnis enthalten.

 

Kombipräparate für das Immunsystem

SchildEine sehr teure aber auch wirkungsvolle Alternative zur Einnahmeeinzelner immunstärkender Spurenelemente sind komplexe Wirkstoffkombinationen, deren Effekte sich gegenseitig verstärken. Diese Medikamente werden normalerweise bei Patienten mit einer ausgeprägten Immunschwäche oder bei schweren Erkrankungen eingesetzt, wirken sich aber auch positiv auf chronische Entzündungen der Mundschleimhaut aus. Als Beispiel wäre hier z.B. Orthomol Immun zu nennen, das von Patienten durchweg positiv bewertet wurde, es enthält eine Vielzahl an Vitaminen und Spurenelementen.

 

Eigene Erfahrungen

Wenn Sie hier beschriebene Maßnahmen zur Vorbeugung bereits ausprobiert oder weitere, nicht aufgeführte Anwendungen oder Wirkstoffe erfolgreich genutzt haben, teilen Sie doch ihre Erfahrungen über die Kommentarfunktion um anderen Betroffenen zu helfen.

 

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