Homöopathie bei Mundfäule und Aphten

Homöopathie gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung, wenn es um die Behandlung von chronischen Krankheiten oder durch die Schulmedizin nicht behandelbare Erkrankungen geht. Wie bereits erwähnt sind weder Mundfäule noch Aphten durch klassische Medikamente zu behandeln, wenn man die mit vielfältigen Nebenwirkungen behafteten Virostatika einmal außen vor lässt. Neben symptomatischer Behandlung und Vorbeugung durch ausgewogene Ernährung sowie gegebenenfalls Nahrungsergänzungen oder eine spezielle Mundpflege bildet die Homöopathie eine weitere Möglichkeit gegen schmerzhafte Entzündungen im Mund vorzugehen. Ein Vorteil der Homöopathie liegt darin, dass viele der Mittel auch bei kleinen Kindern eingesetzt werden können, weil sie so gut wie keine Nebenwirkungen zur Folge haben.

Da Homöopathie getreu dem Motto „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“ angewendet wird und sich die Medikation vor allem nach der Art der Symptome richtet, können gegen verschiedene Ursachen von Entzündungen im Mund die gleichen homöopathischen Arzneimittel eingesetzt werden. Es gibt eine ganze Reihe von Einzelwirkstoffen und auch Kombipräparate, die bei Geschwüren im Mundraum wirksam sein können. In der Homöopathie werden die Ausgangswirkstoffe (Ursubstanzen) je nach Stoff und Anwendungsgebiet unterschiedlich stark verdünnt (potenziert). Dabei werden die Konzentrationen meist mit einer speziellen Skala in 10er Potenzen angegeben. Gebräuchlich sind die Benennungen D1 – D12, wobei D4 z.B. die Verdünnung der Ursubstanz auf 1 : 10.000 bezeichnet. Aufgrund der Natur homöopathischer Therapien, erst nach einer gewissen Zeit die erwünschte Wirkung zu zeigen, sollte bei den ersten Symptomen mit der Behandlung begonnen werden. Im Folgenden werden einige der für diese Krankheiten geeigneten homöopathischen Wirkstoffe vorgestellt.

 

Belladonna

BelladonnaDie Tollkirsche findet in der Homöopathie breite Anwendung und erhielt ihren Namen durch die Eigenschaft nach Einnahme die Pupillen zu vergrößern. Sie wurde früher häufig von Frauen zu besonderen Anlässen eingenommen, da große Augen bis heute als Schönheitsideal gelten. Homöopathisch wird Belladonna vor allem gegen Grippe und hohes Fieber eingesetzt, wie es auch bei der Mundfäule auftritt. Deshalb eignet sich die Tollkirche gut zum Einsatz bei dieser Erkrankung und anderen fiebrigen Infektionen. Gebräuchlich ist dabei die Einnahme von hoch potenziertem Belladonna-Extrakt (D12), der nach Gebrauchsanweisung angewendet werden sollte.

 

Borax

BoraxDie Mineralverbindung Borax eignet sich zum Einsatz gegen bakterielle, virale und durch Pilze bedingte Veränderungen von Haut und Schleimhaut. Mit ihr können weit verbreitete Erkrankungen wie Akne, Soor oder Herpes behandelt werden. Aufgrund der breiten Wirkung gegen praktisch alle Krankheitserreger wird das Mineral auch in Putz- und Desinfektionsmitteln zum abtöten von Keimen verwendet.  Da ein Virus (Herpes simplex) der Auslöser von Mundfäule ist, eignet sich Borax besonders gut für die Anwendung bei dieser Krankheit. Aber auch gegen Aphten kann das Mineral helfen, sollte allerdings nur während akuten Phasen eingesetzt werden. Am besten für Erkrankungen, die Mund- und Rachenraum betreffen, eignet sich eine niedrige bis mittlere Potenzierung (D6).

 

Lachesis

LachesisBei Lachesis handelt es sich um das Gift der Grubenotter, das verdünnt eine therapeutische Wirkung gegen verschiedenste Erkrankungen zeigt, die entweder mit dem Herz-Kreislaufsystem oder mit Beschwerden im Hals- und Rachenbereich zu tun haben. Bei Mundfäule und Aphten wird die Einnahme von hoch potenziertem Lachesis (D12) empfohlen. Es ist umso wirksamer, je weiter hinten die Schmerzen im Mundraum auftreten. Vor allem bei Problemen im Bereich der Mandeln und des Halses ist Lachesis eine gute Wahl.

 

Lycopodium

LycopodiumLycopodium wird aus den Pollen von Keulen-Bärlapp gewonnen, einer moosartigen Pflanze, die auf allen Kontinenten vorkommt und vor allem in Europa weit verbreitet ist. Schon lange bevor die Homöopathie aufkam wurde die Pflanze von den Naturvölkern zur Wundheilung verwendet. Der Effekt beruht auf den in dem Gewächs enthaltenen ätherischen Ölen und Alkaloiden sowie einer hohen Konzentration an antibakteriell wirkenden Aluminium-Ionen in der Zellflüssigkeit. Der Wirkstoff wird bei Problemen der Schleimhäute und der Leber eingesetzt und kann deshalb nicht nur im Mundraum angewendet werden. Gegen Mundfäule und akute Aphten werden dreimal am Tag 5 Globuli Lycopodium mit hoher Potenzierung (D12) eingenommen, bei chronischen Erkrankungen der Mundschleimhaut hat sich die Gabe von einer Dosis bewährt.

 

Acidum muriaticum

Acidum muriaticumHinter dem Namen Acidum muriaticum verbirgt sich in der Homöopathie verwendete Salzsäure, die vor der Anwendung verdünnt wird. Salzsäure bewirkt im Magen von Menschen und Tieren, neben der Zerlegung von Proteinen für die Energiegewinnung, dem Abtöten von Bakterien und Pilzen in der Nahrung um das Verdauungssystem von schädlichen Einflüssen zu schützen. Deshalb wird sie in der Homöopathie vor allem bei Verdauungsbeschwerden und Infektionen im Mundraum verwendet. Für die Anwendung bei Mundfäule wird normalerweise niedrig potenziertes Acidium muriaticum (D4) eingesetzt, da sich die Säure so positiv auf das Abheilen von Herpesbläßchen auswirkt. Die saure Lösung verbessert außerdem das Allgemeinbefinden bei ausgeprägter körperlicher Schwäche und stärkt die Abwehrkräfte.

 

Borax Pentarkan S

Borax Pentarkan SBei Borax Pentarkan S handelt es sich um ein speziell gegen Entzündungsprozesse im Mundraum zusammengestelltes homöopathisches Kombipräparat. Es kombiniert Borax mit verschiedenen weiteren Inhaltsstoffen, die das Abschwellen der Mundschleimhaut fördern oder eine Linderung der Schmerzen bewirken. Das Arzneimittel stellt eines der wirksamsten homöopathischen Medikamente gegen Geschwüre und Entzündungen im Mundraum dar, ist allerdings aufgrund des relativ hohen Alkoholgehalts nur bedingt für Kinder geeignet. Gegen Aphten und wiederkehrende Mundfäule hat es sich allerdings bestens bewährt. Im akuten Fall werden jede Stunde 10-20 Tropfen eingenommen und bei chronischen Entzündungen dreimal täglich die gleiche Menge.

 

Eigene Erfahrungen

Wenn Sie hier beschriebene Mittel bereits ausprobiert oder weitere, nicht aufgeführte homöopathische Wirkstoffe erfolgreich genutzt haben, teilen Sie doch ihre Erfahrungen über die Kommentarfunktion um anderen Betroffenen zu helfen.

 

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