Aphten

Symptome der Aphten

Aphte UnterlippeAphten sind schmerzhafte entzündliche Schäden der Mundschleimhaut oder des Zahnfleischs, sie können aber auch auf den Lippen, den Mandeln oder der Zunge vorkommen. Diese Entzündungen sind weit verbreitet und bis zu 20 % aller Menschen ist mindestens ein Mal im Leben betroffen. Die Apthen selbst erscheinen gelblich-weiß und der Bereich um die Aphten herum ist häufig gerötet. Die weiße Farbe kommt vom Fibrinbelag, den der Körper ähnlich einem Grind über dem Schleimhautdefekt bildet.

Die Ausdehnung der Aphten beschränkt sich im Normalfall auf unter 1 cm Durchmesser und heilt meistens in ein bis zwei Wochen ab. Während dieser Zeit brennen, stechen oder kratzen diese kleinen Geschwüre zum Teil stark, vor allem während der Nahrungsaufnahme und beim Trinken heißer oder saurer. Aber auch das Sprechen kann in der akuten Phase Schmerzen verursachen, wenn sich Aphten z.B. auf der Zunge befinden.

Bei Patienten mit regelmäßiger Aphtenbildung tritt diese normalerweise 3-6 mal im Jahr auf, Aphte Nahaufnahmekann aber auch dauerhaft stattfinden und zu chronischen Schmerzen im Mundraum führen. In extremen Formen kann es, vor allem bei Kindern, zu einer Unterernährung oder Nährstoffmangel kommen.

Neben den typischen kleinen Apthen gibt es noch die sogenannte Major Form, die eine Größe von bis zu 3 cm erreichen kann. In diesem Fall dauert es auch deutlich länger, bis die Entzündungen komplett abgeheilt sind und es kann zu Narbenbildung kommen. Die Größe hat allerdings nur einen geringen Einfluss auf die Stärke der Schmerzen, diese richtet sich eher nach der Lage der Aphten und den daraus folgenden mechanischen Belastungen.

 

Ursachen von Aphten

Die Ursachen für Aphtenbildung sind noch nicht sicher geklärt, es werden aber verschiedene Auslöser diskutiert, die zumindest einen Einfluss auf Häufigkeit und Stärke der Entzündungen haben. Es scheint so als ob Aphten das Symptom unterschiedlicher Krankheiten sein können. Die Zerstörung der Mundschleimhaut ist dabei das Resultat der Immunantwort des Körpers auf verschiedene Auslöser. Die Neigung zu Aphten scheint genetisch veranlagt zu Allergische Reaktion
sein, da viele der Patienten nahe Verwandte haben, die ebenfalls unter Aphten leiden.

Die Entstehung von Aphten scheint mit einer ungesteuerten Immunreaktion zusammen zu hängen, da ein geschwächtes Immunsystem die Aphtenbildung begünstigt. So erscheinen Aphten in körperlich oder psychisch stressigen Phasen, wie z.B. in Prüfungsperioden, weit häufiger als in der Urlaubszeit. Auch schwere Immunerkrankungen wie HIV oder Immunsuppression nach Organtransplantationen führen zu einem gehäuften Auftreten von Aphten.

Begünstigt wird die Bildung von Aphten auch durch eine dünne Mundschleimhaut, die neben Veranlagung auch aufgrund eines Mangels an Folsäure, Vitamin B12 oder Eisen entstehen kann. Raucher neigen seltener zu Aphten, da die Dicke der Mundschleimhaut durch die Nikotineinwirkung zunimmt und sich die Oberfläche verhärtet.

Auch eine Erhöhte Sensitivität gegenüber bestimmten Stoffen oder allergische ReaktionenWichtige Nährstoffe werden mit Aphten in Verbindung gebracht. So kann der Verzicht auf Zahncremes die
Natriumlaurylsulfat enthalten dazu führen, dass sich seltener Aphten bilden.

Möglicherweise werden einige Fälle von Aphten durch den Herpes simplex Virus ausgelöst oder zumindest begünstigt, da Aphten häufig zusammen mit anderen Krankheiten auftreten und das Immunsystem geschwächt dadurch bereits geschwächt ist. In der Literatur gibt es zu dieser Thematik unterschiedliche Auffassungen.

 

Übertragungswege der Aphten

Da in den allermeisten Fällen von Aphten keine bakterielle oder virale Erkankung zu Grunde liegt sind Aphten auch nicht übertragbar. Sie sind allerdings ein Indikator für eine geschwächte körpereigene Abwehr, so dass es ratsam ist keine starken Anstrengungen zu unternehmen und Umgebungen mit erhöhter Ansteckungsgefahr für andere Krankheiten zu meiden.

 

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